Der Juni zieht uns nach draußen!

Der Juni ist so ein Monat, der uns nach draußen zieht, fast ohne dass wir es merken. Plötzlich sind die Abende und gemütlichen Gesprächsrunden wieder länger als unsere To-Do- Listen und zwischen Arbeit, Alltag und Wochenplanung taucht sie auf: diese leise Lust, das Leben nicht nur zu organisieren, sondern es auch wirklich zu spüren. Dieses subtile Drängen nach Leben haben wir zum Kernthema unserer neuen Ausgabe gemacht.

Diese Ausgabe lädt deshalb dazu ein, genauer hinzuschauen: auf Räume, auf Beziehungen, auf Zeichen von Nähe und auf das, was uns innerlich in Balance hält. Wir wünschen euch inspirierende Lesemomente, neue Gedanken für warme Tage und einen Juni, der nicht nur sonnig ist, sondern sich auch genauso anfühlt.

Viel Spaß beim Schmökern!

Die Redaktion

Der Juni ist so ein Monat, der uns nach draußen zieht, fast ohne dass wir es merken. Plötzlich sind die Abende und gemütlichen Gesprächsrunden wieder länger als unsere To-Do- Listen und zwischen Arbeit, Alltag und Wochenplanung taucht sie auf: diese leise Lust, das Leben nicht nur zu organisieren, sondern es auch wirklich zu spüren. Dieses subtile Drängen nach Leben haben wir zum Kernthema unserer neuen Ausgabe gemacht. Denn sie dreht sich auf ganz unterschiedliche Weise um Nähe, um Verbindung und um die Frage, was uns in einer oft ziemlich aufgeladenen Welt eigentlich guttut. Da wäre zum Beispiel die japanische Gartenkultur, die gerade deshalb so faszinierend ist, weil sie nicht überwältigen will. Sie zeigt, wie wohltuend Reduktion sein kann, wie viel Ruhe in klaren Linien, natürlichen Materialien und bewusst gesetzten Details liegt. Ein schöner Gedanke für einen Monat, in dem alles wächst und wir uns trotzdem nicht nach mehr, sondern oft eher nach weniger Lärm sehnen. Auch unser Blick auf taktile Kommunikation passt in diese Zeit. Wir leben digital, schreiben, tippen, liken, zoomen – und merken doch immer wieder, dass echte Nähe mehr ist als bloßer Kontakt. Berührung, Resonanz, Präsenz: All das lässt sich eben nicht beliebig ersetzen. Vielleicht probiert Technologie gerade deshalb, auch das Fühlen in die digitale Welt zu übersetzen. Spannend ist daran nicht nur, was technisch möglich wird, sondern auch, was es über unsere Sehnsüchte verrät.

Wie wichtig es ist, überhaupt erreicht zu werden, zeigt der Krisenchat. Gerade für junge Menschen kann eine Nachricht im richtigen Moment ein Anfang sein – niedrigschwellig, direkt, lebensnah. Hilfe beginnt nicht immer mit großen Worten. Manchmal reicht es, dass jemand da ist, wirklich zuhört und antwortet. In einer Zeit, in der vieles öffentlich, schnell und laut geworden ist, hat diese Form von stiller Verlässlichkeit etwas ungemein Tröstliches. Und dann ist da Udo Lindenberg. Eine Figur, die seit Jahrzehnten beweist, dass Coolness und Haltung kein Widerspruch sind. Dass man Eigensinn kultivieren kann, ohne sich zu verlieren. Und dass Leichtigkeit oft genau dann entsteht, wenn jemand sich selbst treu bleibt. Vielleicht passt kaum jemand besser in einen Juni, der sich nach Freiheit anfühlt, ohne gleich schwerelos zu werden. Diese Ausgabe lädt deshalb dazu ein, genauer hinzuschauen: auf Räume, auf Beziehungen, auf Zeichen von Nähe und auf das, was uns innerlich in Balance hält. Wir wünschen euch inspirierende Lesemomente, neue Gedanken für warme Tage und einen Juni, der nicht nur sonnig ist, sondern sich auch genauso anfühlt.

 

Viel Spaß beim Schmökern!

 

Die Redaktion

 

Themen

Gelephu: Eine Stadt für die Zukunft

In Buthan entsteht die Mindfulness City

Als einziges Land der Welt hat das Königreich Bhutan einen Index für das Glücklichsein eingeführt. Dieser soll nun als Grundlage für ein außergewöhnliches Bauprojekt dienen. Mit der »Mindfulness City« entsteht ein nachhaltiges Wirtschaftszentrum – im Einklang mit der Natur und Spiritualität der Region.

Foto  Brick Visual

Hightech & Hautkontakt

Taktile Kommunikation in der digitalen Welt

Moderne Kommunikation besteht aus Texten, Videos und Emojis, die durch Glasfaserkabel rasen: Wir sehen und hören, aber wir fühlen nicht. Die Digitalisierung hat unsere Interaktionen von direktem körperlichen Kontakt gelöst. Kein Händedruck, keine Umarmungen. Doch Hightech will uns den Tastsinn zurückgeben. Wie wichtig sind Berührungen für uns?

Foto  Minh Pham // unsplash.com

Interview mit Udo Lindenberg

Macht euch mal locker

Udo Lindenberg hat die deutsche Sprache in der Musik revolutioniert. Anlässlich seines 80. Geburtstages am 17. Mai veröffentlichte der »große Nuschler« sein Gesamtwerk neu. Und im Udoversum in Hamburg kann man seit dem 30. April gleich die ganze Welt des Panikpräsidenten entdecken. Olaf Neumann ist mit Lindenbergs schnoddrigen Songs aufgewachsen und hat ihn und viele seiner Wegbegleiter immer wieder getroffen.

Foto © Tine Acke

»Können wir mal reden?«

Wie der Krisenchat Kindern und Jugendlichen in Not hilft

Es ist zwei Uhr morgens. Die Welt schläft, doch irgendwo sitzt noch jemand wach, mit Herzklopfen, Tränen und Gedanken, die sich nicht ignorieren lassen. Wenn niemand zum Reden da ist oder die Ängste und Sorgen zu groß werden, kommt Krisenchat ins Spiel: ein digitales und kostenloses Beratungsangebot, das Kinder und junge Erwachsene bis 25 Jahren über WhatsApp oder SMS erreicht – rund um die Uhr, kostenfrei und vertraulich.

Foto  Karla Rivera

Theater der Welt

Wenn der Gobus auf die Bühne kommt

Nachdem im vergangenen Jahr Europa zu Gast in Chemnitz war, zieht mit dem internationalen Festival THEATER DER WELT erneut globales Flair durch die Ex-Kulturhauptstadt. Für zweieinhalb Wochen wird sie zum Treffpunkt für Bühnenkunst aller Kontinente und ihrer Fans. 33 Gastproduktionen laden vom 18. Juni bis 5. Juli zu neuen Perspektiven ein. Während die Stadt noch einmal im Rampenlicht steht, wird auch das alte Schauspielhaus zeitweilig aus dem Dornröschenschlaf geweckt.

Foto  Mark Lewis

Gärten mit Zen-Faktor

Japanische Gärten sind wieder populär

Ein Garten, der im Winter nicht trostlos wirkt, der nicht dauernd neue Pflanzen verlangt und trotzdem Ruhe ausstrahlt – für viele klingt das nach einem kleinen Wunder. Japanische Gärten kommen diesem Ideal erstaunlich nahe. Sie setzen nicht auf spektakuläre Blütenexplosionen, sondern auf klare Formen, zurückhaltende Farben und durchdachte Details. Genau das macht sie für Menschen interessant, die im Alltag viel um die Ohren haben und einen Ort suchen, an dem der Kopf zur Ruhe kommt.

Grafik  Jolanda Kruckeberg

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